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Das Zundereisen

  • Das Zundereisen war in verschiedensten Ausführungen bis weit in die Neuzeit im Gebrauch.
    Unter anderem z.B. eingearbeitet in ein Taschenmesser.
    Begriffe wie Funkenschläger oder Feuereisen oder auch Feuerstein und Stahl bezeichnen im Wesentlichen den gleichen Gegenstand.
  • Das Streichholz
    • Die ersten in Europa genutzten Streichhölzer waren Späne, meist aus Kiefer, die mit Schwefel getränkt wurden. Sie waren im Mittelalter durchaus verbreitet.
      Diese Hölzer mussten allerdings noch mit glimmendem Zunderschwamm, welcher mit einem Zundereisen entfacht wurde, zum brennen gebracht werden.
      Streichhölzer, ähnlich, wie wir sie heute verwenden, gibt es erst seit Anfang des 19. jh.
  • Das Feuerzeug
    • Das Feuerzeug, nach dem Prinzip wie wir es heute verwenden, wurde erst nach der Entwicklung von Cereisen (Zündmetall, Auermetall) möglich, welches Auer von Welsbach 1903 entwickelte, bzw. entdeckte. Die sich daraus entwickelten Feuerzeuge nutzen bereits Benzin und einen Docht.
      Das Gas-Feuerzeug gibt es erst seit Mitte der 1960er Jahre.

      Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte man Taschenmesser kaufen, deren Rücken zu einem Zundereisen ausgebildet war.
  • Feuerstein und Stahl

    • Um mit einem Zundereisen, in diesem Fall dem Stahl einen Funken zu schlagen, benötigt man ein Stück Feuerstein.
      Daher funktioniert das ganze natürlich nur in Kombination, woraus sich der Begriff, oder besser die Wortkombination Feuerstein und Stahl ergibt.
      Gemeint ist mit dem Stahl natürtlich wieder das Feuereisen / Zundereisen.
      Durch das Schlagen mit dem Eisen an eine scharfe Kante des Steines werden sehr feine Stahlspähne vom Eisen abgeschlagen, welche dann glühen. Fällt dieser glühende Metallspahn nun auf ein Zunder-Material, z.B. Zunderschwamm, beginnt dieser zu glimmen.
      Hieraus lässt sich nun mit Hilfe von leicht brennbarem eine Flame erzeugen.
      Auf diese Art und Weise wurde über Jahrtausende bis in die Neuzeit, also auch im Mittelalter Feuer gemacht.
  • Zunder

    • Als Zunder bezeichnet man in diesem Zusammenhang das Material, das mittels Feuerstein und Stahl zum glimmen gebracht wird.
      Das wohl am meisten bekannte ist der Zunderschwamm. Zunderschwamm wird aus der äußeren Schicht eines Baumpilzes gewonnen.
      Jeder Hersteller hat hier so seine ganz eigenen Rezepte für die Aufbereitung.
      Aber auch Rohrkolbensaat, Pusteblumensaat oder Zunderbaumwolle wird bzw. wurde als Zunder verwendet.
  • Feuerstein und Zunder

    • Allein Feuerstein und Zunder ist wenig hilfreich für das Feuer machen. Wie oben schon beschrieben sind es die feinen, glimmenden Metallspäne, die den Zunder zum glimmen bringen.
      Als "Nachfüll-Set" bieten wir allerdings Feuerstein und Zunder separat zum bestellen an.
      Je nach Verfügbarkeit ist dort Zunderschwamm oder Zunderbaumwolle beigepackt.
Nun wünschen wir Ihnen viel Vergnügen in unserem Mittelaltershop