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Franziska [Franciska | Franzisca] (Axt | Wurfaxt)
Diese spezielle Form der Axt, vermutlich vornehmlich als Wurfaxt verwendet,
leitet sich von einigen (vielen) Grabungsbefunden und schriftlichen Quellen ab.
Uns sind drei Schreibweisen bekannt: Franziska, Franciska oder Franzisca.
Sie wird als Fränkische Franziska oder auch merowingische Franziska oder auch nur fränkische Axt bezeichnet.
In einigen Publikationen wird sie sogar als Standartwaffe der fränkischen Krieger bezeichnet.
Angeblich stammt der Name Franziska aus einer Ableitung des Namens Franken.
Der Name merowingische lässt bereits vermuten, dass die Kernzeit der Verwendung oder zumindest der Beginn der Bekanntheit der Axt in der merowingischen Zeit oder der Zeit der frühen Franken liegt.
Tatsächlich sieht es so aus, als wäre Sie nach dem 6. Jhd. kaum oder gar nicht mehr in Gebrauch gewesen.
Funddatierungen und schriftliche Quellen deuten darauf hin.
Es mag aber auch sein, das niemand mehr die schriftliche Erwähnung für notwendig erachtet hatte, und jene Äxte,
die noch in Benutzung waren, irgendwann von Waffe in Werkzeug umgestaltet wurden.
Bezeichnend für diese Waffe ist die Form des Blattes, folgt man nur der Oberkante kann man mit wenig Mühe ein S als beschreibend verwenden.
Aus den Befunden gehen mehrere sehr ähnliche Blattformen hervor, die alle in die gleiche Waffengattung passen.
Die Blattlänge ist durchaus variabel, vermutlich von ca. 10 - 25 cm.
Die Schaftlänge wird häufig mit 40 cm angegeben, man darf aber sicher davon ausgehen, das diese individuell und Blattabhängig unterschiedlich gewesen ist.
Bei einigen Funden lässt sich ein geschwungener Schaft, eventuell nach vorne zum Blatt hin, ableiten.
Als Wurfaxt bietet sich, nach unserem dafürhalten, am besten die Blattform an, die nach oben über den Schaft hinaus steht.
