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Die Gugel
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Der Begriff Gugel stammt von dem lateinischem Wort cucullus | cuculla
- cucullus => Kapuze | Tüte
- bardocucullus => Kapuzenmantel
- cuculla => Kapuze | Mönchskutte
Dieses zeichnet sich eben durch eine selbstständige Kapuze mit mehr oder weniger breitem Kragen aus.
Die Entwicklung zu einem eigenständigem Kleidungsstück wird vermutlich erst im 14. Jhdt. seine Anfänge gefunden haben.
Häufig liest man, das diese zuerst nur von Männern getragen wurde und im Spätmittelalter auch mit Knöpfen oder Nestelbändern den Einzug in die weibliche Garderobe fand.
In Dokumenten finden wir den Hinweis auf den Begriff Gugel vom 14. bis in das 17. Jhdt.
In Rechtstexten finden wir sogar ein Regelwerk über Pflichten für das Abnehmen oder Aufbehalten der Gugel vom 14. bis in das 16. Jhdt.
Mit der Zeit wurde der Zipfel der Gugel nach modischer Art immer länger, Gugeln mit einem langen Zipfel bezeichnet man als geschweifte Gugel.
Aus einer turbanartigen Trageweise der Gugel entwickelte sich eine weitere Kopfbedeckung, dem Cappuccio oder Chaperon.
Die Gestalt der Gugel war sehr vielseitig, der Kragen konnte nur eben die Schulter bedecken, aber auch ausladend sein wie ein Cape, der Kragenrand konnte von glatt, über Zaddeln (zinnenartig) bis gefranst ausfallen. Unifarben und bunt, bestickt oder schlicht, mit kurzem und extrem langem Zipfel. Dem Geschmack waren hier keine Grenzen gesetzt, ausser der Belastbarkeit der Börse.
Hin und wieder kann man auch Hinweise darauf finden, das der Zipfel als 'Tasche' benutzt wurde.
Alles in allem war sie ein beliebtes Kleidungsstück des Mittelalters, anfänglich vermutlich erst vom einfachen Volk als leistungsstarke Kleidung gegen das Wetter getragen fand sie wohl bald auch Einzug in betuchtere Kreise und dem Adel.
