Das Kurierschach Kurierspiel 13. Jh



Das Kurierschach Kurierspiel 13. Jh Das Kurierschach Kurierspiel 13. Jh

Ein mittelalterliches Schachspiel - neu entdeckt.

Das Kurierschach ist eine seit dem 13. Jahrhundert dokumentierte Schachvariante Mitteleuropas, die aufgrund ihrer interessanten Brettgröße von 12 mal 8 Feldern und den für heutige Spieler ungewohnten aber spannenden Figuren viele Reize bietet.

Im Gegensatz zum traditionellen Schach im Mittelalter aufgrund seiner größeren Spieldynamik als revolutionär empfunden, verlangt es dem modernen Schachspieler einiges ab: Das größere Brett und die neuen Zugweisen ermöglichen ein Denken fernab konventionalisierter Eröffnungen und eintrainierter Spielzüge.

Wer ein Spiel auf diesen Brettern wagt, gewinnt nicht nur höchst unterhaltsamen Einblick in die Geschichte des Spiels der Könige, sondern trainiert auch seine spielerischen Fertigkeiten. Eine spannende und anregende Beschäftigung, nicht nur im Schachklub oder Kaffeehaus, ...

[Höhe des Königs] Höhe des Königs: 7 cm
[Fußdurchmesser] Fußdurchmesser: 2,6 cm
[Brettgröße] Brettgröße: 46 x 31 cm
[Größe eines einzelnen Feldes] Feldgröße: 3,5 cm


Historisches

Die einzige bildliche Darstellung dieses Spiels entstammt dem Gemälde „Die Schachpartie“ von Lucas van Leyden (1508), weshalb auch unsere Figuren diesem Bild detailgetreu nachempfunden sind.

[August II, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg] Um einiges älter ist die Überlieferung des Kurierschach. Während es bereits um 1200 im Wigalois, einem deutschen Artusroman, erwähnt ist, wird allerdings erst um 1600 von August II. von Braunschweig-Wolfenbüttel (der unter dem Pseudonym Gustavus Selenus publizierte) ein Regelwerk herausgegeben: „Das Schach- oder König-Spiel“.

Nach großer Beliebtheit ist dieses Spiel letztmals im deutschen Schachdorf Ströbeck, heute ein Ortsteil der Stadt Halberstadt, gegen Ende des 19. Jahrhunderts gespielt worden und hat sich als letzter Schachbote des Mittelalters in die Reihe historischer Spiele eingeordnet, die es heute neu zu entdecken gilt.

Ausführung

Die hohe Handwerkskunst des Mittelalters ist eine Herausforderung, [Weißer Mann] die wir gerne angenommen haben. Jedes einzelne Teil dieses Spiels wurde unter Bewahrung größtmöglicher historischer Authentizität hergestellt.

An diesem Set ist alles per Hand geschnitzt, gedrechselt und gehobelt. Selbst die Quadrate des Bretts sind aufwändig per Hand aufs Holz gemalt.

Die Figuren

Die Spielfiguren aus Birkenholz werden unter Anwendung traditioneller und seit Generationen überlieferter Handwerkstechniken hergestellt, bemalt und lackiert. Dabei kommen nur vollkommen unbedenkliche und bewährte Materialien zum Einsatz.

Für eine stilechte Aufbewahrung werden die beiden Figurensets in zwei handvernähten Leinenbeuteln geliefert: Einer für die schwarzen, einer für die weißen Figuren.

Die Regeln

Wir legen Ihrer Ausgabe des Kurierschach eine ausführliche Spielanleitung bei, die nicht nur die historische Dimension dieses Spieles besser beleuchtet, sondern übersichtlich und einfach die Zugmöglichkeiten aller Figuren erklärt.



Zugmöglichkeiten und Bilder der einzelnen Figuren

Eine ausführliche Spielanleitung samt historischen Erläuterungen liegt Ihrem Kurierspiel bei. Wir möchten Ihnen hier einen kurzen Einblick in die Regeln dieses faszinierenden Spiels geben.

Ziel des Spiels

Ziel des Spiels ist wie beim modernen Schach das Mattsetzen des gegnerischen Königs. Hat ein Spieler keine Zugmöglichkeiten mehr und steht mit seinem König nicht im Schach, endet das Spiel unentschieden (Patt).

Aufstellung

Durch die nicht quadratische Form des Brettes ergibt sich automatisch die korrekte Positionierung des schwarzen A1-Feldes.

[A1: Turm] [B1: Pferd] [C1: Alfil] [D1: Kurier] [E1: Mann] [F1: König] [G1: Dame] [H1: Schleich] [I1: Kurier] [J1: Alfil] [K1: Pferd] [L1: Turm]
Aufbau der weißen Figuren in der ersten Reihe (A1 - L1). Die Bauern nehmen vollständig die zweite Reihe ein. Wie beim modernen Schach, stehen die schwarzen Figuren den weißen spiegelbildlich gegenüber.

Eröffnung

Die Eröffnung des Kurierschach ist ritualisiert. Die Bauern vor den Türmen und der Dame werden zwei Schritte vorbewegt (eine Ausnahme im Kurierschach!), die Dame macht einen sogenannten "Freudensprung" zwei Felder vorwärts. Das sieht dann so aus:
[Ritualisierte Eröffnung]

Figuren

Figuren, die anders ziehen als im modernen Schach:


[Bauer]

Der Bauer zieht immer ein Feld vorwärts, auch zu Beginn darf er keinen Zweifeldersprung vornehmen, und schlägt, wie gewohnt, diagonal.

[Kurier]

Der Kurier ist Namensgeber dieser historischen Schachvariante und zieht exakt wie der heutige Läufer. Eine dynamische Figur.

[Alfil]

Der Alfil ist eine springende Figur. Er hüpft immer ins übernächste diagonale Feld.

[Schleich]

Der Schleich ist der Rat der Königin und fährt ein Feld horizontal oder vertikal.

[Mann]

Der Mann oder "Der Rat des Königs" fährt exakt wie der moderne König, darf aber geschlagen werden ohne dass das Spiel zu Ende ist.

[Dame]

Im heutigen Schach eine der mächtigsten Figuren ist die Dame des Kurierschach eine relativ langsame Figur: Sie darf nur ein Feld diagonal ziehen.

Figuren, die gleich ziehen wie im modernen Schach:

[König]

Der König zieht in jede Richtung um ein Feld weiter. Droht der König unabänderbar geschlagen zu werden, ist das Spiel beendet.

[Turm]

Auch in der historischen Schachvariante zieht der Turm vertikal oder horizontal über das Brett. Der Turm ist die mächtigste Figur beim Kurierschach.

[Pferd oder Springer]

Das Pferd ist wie der Alfil eine springende Figur. Der Zug des Pferdes oder Springers erfolgt von seinem Ausgangsfeld immer zwei Felder geradeaus und dann ein Feld nach links oder rechts.



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MB102000001 Das Kurierschach Kurierspiel - Ausverkauft -







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