Mittelalter Waffen


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Informationen zum Thema Mittelalter Waffen
Zuerst einmal müssen wir uns vor Augen halten, das wir hier von einem Zeitraum von 1000 Jahren sprechen.
In dieser Zeit waren die verschiedensten Waffen in Gebrauch und es fand eine recht dynamische Waffen-Entwicklung statt.
Die summarischen Zusammenhänge erlauben eine allgemeinen Tendenz anzumerken, für einen entscheidenden Einfluss Nord- und Mitteleuropas auf die Entwicklung von Waffentypen.
Zu Beginn des Mittelalters, so um das Jahr 500 n.Chr. war die Welt aufgeteilt in die verschiedensten Kulturkreise, Sprachräume und Herrschaftsräume.
Militärische Auseinandersetzungen hatten nicht selten das Ziel, Herrschaftsräume zu vereinen.
Allen gemein war die Nutzung von Waffen, die zu dieser Zeit in unserer Hemisphäre überwiegend aus dem Bereich der Blankwaffen stammten.
Mann könnte die Waffen z.B. in Waffen für den Kriegseinsatz und Jagdwaffen klassifizieren, das wollen wir hier aber erst einmal ausklammern, die Waffen des Mittelalters zuvor in zwei große Kategorien aufteilen, in Nah- und Fernkampfwaffen.
Kategorien Mittelalterwaffen

  • Nahkampfwaffen
    Wie der Begriff schon sagt, handelt es sich hier um Waffen, die im direktem Kontakt mit dem Gegner zum Einsatz kamen.
    Diese Waffen wollen wir in folgende Kategorien unterteilen und dann im einzelnen betrachten.
    Hierbei handelt es sich vornehmlich um Hieb- und Stoßwaffen.
    • Schwerter
    • Stabwaffen
    • Dolche
  • Fernkampfwaffen
    Natürlich handelt es sich bei diesem Waffentypus um Waffen, die den direkten Kontakt zum Gegner nicht notwendig machten, um ihre Wirkung zu entfalten, sondern ganz im Gegenteil.
    Wir unterscheiden hier folgende Waffentypen:
    • Pfeil und Bogen
    • Schleudern
    • Armbrüste
    • Wurfwaffen

Nun wollen wir uns die einzelnen Waffentypen näher anschauen.
Beginnen wollen wir mit den Nahkampfwaffen.


Nahkampfwaffen des Mittelalters


Schwerter des Mittelalters
Eine der bekanntesten und hervorstechendsten Mittelalter-Waffen war das Schwert.
Schwerter waren selbstverständlich schon lange vor dem Mittelalter in verschiedensten Varianten in Gebrauch.
Natürlich hatte die Begegnung mit anderen Kulturkreisen immer auch einen Einfluss auf die Entwicklung von Waffen.
Unabhängig davon, ob diese Begegnung militärischer Natur war oder eine Handelsbeziehung.
Zu Beginn des Mittelalters gab es zwischen dem Mittelmeer und dem Nordkap, Grönland und Nowgorod die unterschiedlichsten Schwertformen.
Viele dieser Schwerter waren einschneidige Schwert-Typen und häufig ist die Grenze zwischen Messer und Schwert nur schwer festzustellen, diese Problematik finden wir bis weit in das 10. Jhd., als Beispiel sei hier die Sax (Sachs) angeführt.
Im Mitteleuropäischem Raum waren die Schwerter häufig lange ein- oder zweischneidige Hiebwaffen mit kurzem Griff und im Verhältnis dünner Klinge.
Im Nordeuropäischen Raum finden wir auch kurze, einschneidige Schwertformen, die wir als Sax bezeichnen.
An den folgenden vier Abbildungen können wir erkennen, dass alle Schwerter des frühen Mittelalters einiges gemeinsam haben.
Ähnliche Knaufformen oder Messerhefte und kurze, gedrungene Parierstangen.
Um die Waffen-Entwicklung genauer zu betrachten greifen wir noch in die Zeit der Völkerwanderung zurück.

Frühmittelalterliche Schwerter

Abb.1 (*1)

100 - 300 n.Chr.
In der Abbildung 1 sehen wir 5 Kurzschwerter / Hiebmesser mit einschneidiger, breiter Klinge, rechts außen in einer Holzscheide.
Diese Abbildungen geben Schwerter aus einem Moorfund bei Vimose, Dänemark, wieder, welche auf die Zeit 100-300 n. Chr. datiert sind und sich im Nationalmuseet Kopenhagen befinden.




Abb.4 (*1)

300 - 550 (800) n.Chr.
Diese Abbildung verschiedener Schwerter aus der Völkerwanderungszeit macht eine gewisse Ähnlichkeit Kulturübergreiffend deutlich.

Schwert A. nordischer Typ, einschneidig, mit Silber belegtem Griff, um ca. 300 n. Chr. oder etwas früher, Länge ca. 94-95cm, aus Kraghul Mose, Dänemark.,

Schwert B. Diese germanische, zweischneidige Schwertform ist bei allen Germanenvölkern vorgekommen, ca. 5-8 Jhd. n.Chr. Fundort Schonen, Schweden
Dieses Schwert bieten wir Ihnen z.B. als Schaukampfvariante an: zum Schwert

Schwert C. Fränkisches Schwert, vor allem Südwestdeutschland, ca. 500-550 n. Chr. und später, Fundort ist Dietersheim, Rheinhessen.

Schwert D. Alemannisch-Fränkisches Schwert, Länge ca. 81.5cm, vorwiegend zum Ende der Völkerwanderungszeit und Später. Diese Schwertform ist ein Übergangstyp zum klassischen Wikingerschwert, Fundort Wurmlingen, Württemberg.
Viele der heute im Angebot befindlichen sogenannten Wikingerschwerter können wir also auch leicht als alemannisch oder fränkisch ansehen, wenn Sie ohne typische, skandinavische Verzierungen, wie Gravuren oder Einlegearbeiten gefertigt sind.
Wird fortgesetzt...





Abb.2 (*1)

650 - 750 n.Chr.
Hier sehen wir fünf Saxe, teilweise in einer Holzscheide.
Die Scheiden sind mit Bronzeblechen beschlagen.
Diese Schwerter stammen aus einem Grabungsbefund von Bootsgräbern aus Valsgärde, Schweden.
Die Zeichnungen wurden auf Basis von Röntgenaufnahmen gefertigt.
Datierungen von links nach rechts:
um 700 n, Chr., um 750 n. Chr., um 750 n. Chr., um 650 n. Chr., um 650 n. Chr. ev. etwas später.




Abb.3 (*1)

700 - 800 n.Chr.
Diese Abbildung zeigt uns vier skandinavische Schwerter, mit langen, einschneidigen Klingen.
Schwert A und B ohne Knauf mit einem Messerheft, datiert auf ca. 700 - 800, A. aus Gotland/Schweden,
mit einer Länge von 73 cm und Ostgotland/Schweden mit einer Länge von 91 cm.
Die Schwerter C und D mit einem typischem Schwertgriff ihrer Zeit, C um etwa 800 n.Chr. aus Norwegen mit einer Klingenlänge von ca. 74 cm und D aus einem Fund in Schweden mit einer Länge von ca. 95 cm.


Fazit frühmittelalterliche Schwerter
Wir können also aus diesen Informationen folgendes Zusammenfassen.
In der Zeit von 300 bis 800 n.Chr. weisen die meisten Schwerter folgende Charakteristika auf:


  • Längen zwischen ca. 50 bis 100 cm, wobei 95 cm lange Schwerter im Verhältnis bereits als lang angesehen werden können.
  • Die Schwerter sind mit einschneidigen und auch zweischneidigen Klingen ausgestattet.
  • Das Parier ist kurz und geht nur ein bis zwei Zentimeter über die Klingenbreite hinaus.
  • Für das Gefäß gibt Ausführungen als Messergriff, ebenso wie mit Knauf und Parier.
  • Als Knaufformen finden wir einteilige trapezförmige Knäufe in Variationen, aber auch mehrteilige Knäufe, tonnenförmige Knäufe und halbkuppelförmige Knäufe. Sie können aus Metall aber auch aus Naturprodukten wie Holz oder Horn gefertigt sein.
  • Das Heft ist in der Regel kurz gehalten und einhändig ausgeführt.


...wird fortgeführt..

Der Dolch als Mittelalterwaffe
Der Dolch hatte nach dem Ende des römischen Reiches deutlich an Präsenz verloren und erschien erst wieder ziemlich spät im Mittelalter.
Für das Spätmittelalter liest man gelegentlich, das der berittene Krieger, als der Ritter, mit zwei unterschiedlichen Schwertern ausgestattet war, dem Sattelbaumschwert und dem Kurzschwert.
Für dieses Kurzschwert finden wir allerdings wenig Referenzen, hingegen tauchen gelegentlich schwere, 40-50 cm lange Dolche auf.
Jetzt könnte man natürlich annehmen, das es sich hierbei nicht um Dolche, sondern um Kurzschwerter handelt, ganz besonders dann, wenn das Gefäß des Dolches eigentlich eher einem Schwert ähnelt, als einem früherem oder späterem, typischem Dolch-Muster.
Eine solche Annahme wird dadurch unterstützt, das es offenbar keine klare Konvention für den Unterschied zwischen Dolch und Kurzschwert gibt.


Quellen
*1 Abb.1 Nationalmuseet Kopenhagen, Abb.2 Olsén 1945, Abb.3 Universitetes Oldsaksamling Oslo, Abb.4 Behmer 1939.
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